Nikon Coolpix P1000

Ein Telezoom bis zu unglaublichen 3000 Millimetern Kleinbild-Äquivalent ist das Alleinstellungsmerkmal der Nikon Coolpix P1000. Eine solche Brennweite entspricht einem Fernrohr mit sechzigfacher Vergrößerung. Die seit September 2018 erhältliche Bridge-Kamera spricht deshalb in erster Linie Fotografen an, die eine so lange Telebrennweite benötigen. Denn ohne Kompromisse lässt sich so eine Optik nicht realisieren.

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Nikon Coolpix P900 Digitalkamera (16 Megapixel, 83-fach optischer Megazoom, 7,5 cm (3 Zoll) RGBW-Display mit 921.000 Pixel, Full-HD-Video, Wi-Fi, GPS, NFC,...
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Nikon Coolpix P900 Digitalkamera (16 Megapixel, 83-fach optischer Megazoom, 7,5 cm (3 Zoll) RGBW-Display mit 921.000 Pixel, Full-HD-Video, Wi-Fi, GPS, NFC,...
  • 16,0 Megapixel CMOS-Sensor für hohe Empfindlichkeitsreserven und rauscharme Bilde
  • 83-facher optischer Mega-Zoom (entspricht 24 - 2000 mm)  und Dynamik Fine Zoom bis 4000mm
  • Neig- und Drehbarer 7,5-cm (3,0 Zoll) RGBW LCD-Monitor mit 921.000 Pixel Auflösung, Gewicht - ca. 899 g (mit Akku und Speicherkarte), Compatible mit...
  • Video Clips in Full HD-Qualität (1080/60p); optischer 5-Achsen Bildstabilisator (VR); Teilen mit Wifi- und NFC Funktion; GPS; Panorama-Assistent;...
  • Lieferumfang: Nikon Coolpix P900 Digitalkamera,Trageriemen,Lithium-Ionen-Akku,Netzadapter fuer Akkuladefunktion,USB Kabel,Benutzerhandbuch,Garantieschein

Ergonomie und Ausstattung passend zum Supertele

Die Ausstattung der P1000 ist den Anforderungen eines Supertele angepasst. Das Gehäuse liegt trotz 34 cm Objektivauszug inklusive Streulichtblende gut in der Hand. Ein präzise arbeitender optischer Bildstabilisator sorgt mittels Lens-Shift dafür, dass Teleaufnahmen auch mit 1/125 Sekunde Belichtungszeit noch scharf sein können. Wer schon einmal versucht hat, ein Fernglas mit (nur) zwölffacher Vergrößerung ruhig in der Hand zu halten, weiß diesen Stabilisator zu schätzen. Die Lichtstärke des Objektivs beginnt bei hervorragenden 1:2,8 in der Weitwinkel-Stellung, fällt aber auf 1:8,0 am langen Ende ab.

Nichts auszusetzen gibt es am dreh- und schwenkbaren Display, das mit 921.000 Pixeln ausreichend auflöst. Der Sucher schafft sogar 2,4 Millionen Bildpunkte. Motivprogramme und Bildeffekte einschließlich HDR-Funktion sind reichlich vorhanden.

Viel Glas, kleiner Sensor

Trotz der Beschränkung auf Blende 8 im Telebereich braucht es ein Linsensystem mit großem Durchmesser, um 3000 Millimeter Brennweite darstellen zu können. Die Nikon Coolpix P1000 bringt deshalb betriebsbereit rund 1,4 Kilogramm auf die Waage. Fotos aus der Hand werden damit auf Dauer selbst mit Bildstabilisator schwierig. Man darf nicht vergessen, dass durch die starke Vergrößerung kleinere Bewegungen Abweichungen im Bildwinkel von mehreren Metern entstehen lassen und man das anvisierte Motiv dadurch sehr leicht verliert. Ein Stativ ist dann Pflicht. Die Kamera reagiert beim Zoomen zudem recht langsam. Immerhin gibt es eine Rückstelltaste, die die Brennweite so weit zurücknimmt, dass man ein aus dem Blickfeld geratenes Motiv schneller wiederfinden kann.

Der größte Nachteil der Coolpix P1000 ist ihr kleiner Sensor mit einer Diagonale von 1/2,3 Zoll. Der Umrechnungsfaktor auf Kleinbild-Format (Crop-Faktor) beträgt 5,6. Nur so ist die Brennweite von 3000 Millimeter überhaupt darstellbar. Physikalisch reichen nämlich 539 Millimeter, die erst durch den Faktor auf rechnerische 3000 Millimeter wachsen. Auf der Sensorfläche drängen sich theoretisch 16 Megapixel, die allerdings im Zusammenspiel zwischen der zu den Bildrändern hin stark abfallenden Auflösung des Objektivs und dem Bildrauschen schon bei ISO 200 auf effektive 5,7 Megapixel sinken. Da bei maximaler Brennweite nur noch Blende 8 als größte Lichtstärke zur Verfügung steht, ist die volle Teleleistung nur bei wirklich guten Lichtverhältnissen sinnvoll einsetzbar. Wildlife-Fotografie in der Dämmerung oder auch nur bei bewölktem Himmel scheiden praktisch aus.

Fazit zur Nikon Coolpix P1000

Wer Wert darauf legt, zumindest gelegentlich Vögel und andere Kleintiere von einem Standort klar außerhalb ihrer Fluchtdistanz zu fotografieren, ist mit der Nikon Coolpix P1000 gut bedient. Andere Interessenten sollten sich überlegen, ob sie bereit sind, das hohe Gewicht, die Einschränkungen hinsichtlich der Bildqualität und den für eine Bridge-Kamera hohen Preis zu akzeptieren, oder doch lieber eine Kamera mit weniger Telebrennweite zu wählen. Eines sollte auch den Wildlife-Fotografen bewusst sein: Bilder wie mit einer DSLR-Ausstattung, die mehrere zehntausend Euro kostet, sind von der Nikon Kamera nicht zu erwarten.

Videos zur Nikon Coolpix P1000

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